Arbeit. Freizeit. Lebenssinn?

Orientierungen für eine Zukunft, die längst begonnen hat.

Paperback Duits 2012 1983e druk 9783322926180
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Samenvatting

"Arbeitszeitverkürzung - eine Krisen th erapie ?" Ein Radiokolleg 1977* Konjunktureinbruch oder Dauerkrise? Am Ende des dritten Winters mit mehr als einer Million Arbeitslosen spricht man in der Politik schon von der Gefahr eines neuen Klassenkampfes zwischen "Arbeitsbesitzern" und "Arbeitslosen". Diese Vision könnte Wirk­ lichkeit werden, wenn es nicht bald zu neuen Weichenstellungen in Wirt­ schaft und Politik kommt. Umfassende Strukturveränderungen in der Wirt­ schaft um:! eine neue Verteilungspolitik müssen verwirklicht werden. Es geht um grundlegende Veränderungen. Angesichts einer weltweiten Krise der Marktwirtschaften greifen traditionelle und konventionelle Mittel der Kon­ junktursteuerung zu kurz. Neue Instrumente der Struktur- und Arbeits­ marktpolitik, insbesondere der Arbeitsverteilung müssen angewendet wer­ den, damit die derzeitige Krise der Massenarbeitslosigkeit nicht zur Dauer­ krise wird. Eine möglicherweise wirksame Krisentherapie verspricht die Realisierung des von DGB-Chef Vetter in die gesellschaftspolitische Dis­ kussion eingebrachten Vorschlags, Überstunden durch Neueinstellungen zu ersetzen und mit Arbeitszeitverkürzungen gegen die Arbeitslosigkeit anzugehen. Der Konjunkturaufschwung, seit zwei Jahren von Wirtschaftsinstituten und Sachverständigen vorausgesagt, hat sich in dem gewünschten Ausmaß nicht eingestellt. Einziger Trost: Es ist gelungen, die Zahl der Kurzarbeiter relativ gering zu halten. Geblieben sind die Probleme der Jugendarbeits­ losigkeit, der Akademikerarbeitslosigkeit und der Dauerarbeitslosigkeit insbesondere von Jungarbeitern sowie An- und Ungelernten. Fast 200000 Bundesbürger sind seit über einem Jahr arbeitslos, etwa 40000 sogar län­ ger als zwei Jahre.

Specificaties

ISBN13:9783322926180
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:198
Druk:1983

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Inhoudsopgave

„Arbeitszeitverkürzung — eine Krisentherapie?“ Ein Radiokolleg.- Konjunktureinbruch oder Dauerkrise?.- Blick in die Geschichte der Arbeitszeitverkürzungen.- Auswirkungen.- Die gewerkschaftlichen Forderungen.- Die öffentlichen Reaktionen.- Die Meinung der Bevölkerung.- Die Industrie in Wartestellung.- Ausweg aus der Krise.- „Viel Arbeit mit der Freizeit?“ Ein Szenario 1993.- rush hour.- Job-Sharing.- Konsumstau.- Jahr der Freizeit.- 35-Stunden-Woche im Vier-Stufen-Plan.- Eine neue Art von Armut und Obdachlosigkeit.- Smog-Alarm.- Freizeitcliquen-Seligkeit.- Langeweile-Klinik.- Nachfragen an die Heutigen.- I. Leben heute.- 1. Arbeit und Freizeit. Sinnkrise und Sinnvakuum.- Die „stille Revolution“ der Werte.- Alte und neue Werte.- Die veränderte Einstellung zu Arbeit und Freizeit.- Zwischen Distanzierung und Identifizierung.- Leistung oder Lebensgenuß?.- Das neue Leistungsverständnis.- 2. Mangelware Arbeit. Strukturwandel und Auswirkungen.- Arbeitslosigkeit und Arbeitszeitverkürzung.- Strukturwandel in der Arbeitswelt: Weniger Fließbandarbeit.- Weniger Arbeiter.- Mehr Dienstleistungen.- Mehr Schichtarbeit.- Mehr Nichterwerbstätige.- Mehr Freizeit.- Mehrarbeit für Führungskräfte.- Veränderungen am Arbeitsplatz.- Zunahme innerbetrieblicher Freizeitengagements.- 3. Wachstumsmarkt Freizeit. Expansion einer Erlebnisindustrie.- Vom Gelddenken zum Zeitdenken.- Objektiv mehr, subjektiv zu wenig Freizeit.- Expansion der Erlebniswerte Freizeit und Urlaub.- Explosion des Freizeitbudgets.- Erwachsenenspezifische Freizeitaktivitäten mit hohen Zuwachsraten.- 4. Problemfeld Freizeit. Wenn die Arbeit keinen Halt mehr gibt.- Freizeit im gesellschaftlichen Wertkonflikt.- „Die Zeit gerät aus den Fugen“: Die Angst vor der ungewohnten Freiheit.- „Kontakte braucht wohl jeder“: Zwischen Kontaktflut und Einsamkeit.- „Wenn die Decke auf den Kopf fällt“: Die Angst vor der Langeweile.- Assoziationen zu einem problemgeladenen Begriff.- Wo und wie Langeweile entsteht.- Was die Menschen dabei empfinden.- Wie die Menschen darauf reagieren.- Das seelische Tief am Sonntagabend.- Gefahr: Therapie und Medikalisierung der Freizeit.- Von der Psychologie zur Politik der Langeweile.- Pointiertes Zwischenresümee.- Zur Lebens- und Freizeitproblematik von Arbeitslosen.- II. Freizeit morgen.- 1. Wenn die Freizeit den Alltag verändert… Ein freizeitkultureller Lebensstil entsteht.- Veränderung des Freizeitverhaltens.- Passivität ist passé.- Vorreiterrolle des Urlaubs.- Die jüngere Generation als Lebensstilpionier.- Die fünf Freizeit-„S“.- Was heißt „freizeitkultureller Lebensstil“?.- Der freizeitkulturelle Lebensstil und seine Folgen.- 2. Was passiert, wenn nichts passiert… Freizeit-Trends der 80er Jahre.- Freizeit-Trend 1: Bewegungsaktive Erholung.- Freizeit-Trend 2: Kreative Betätigung.- Freizeit-Trend 3: Informelle Geselligkeit.- Freizeit-Trend 4: Gemeinsame Unternehmung.- Freizeit-Trend 5: Zwangloses Müßigsein.- Freizeit-Trend 6: Vergnügliche Zerstreuung.- Freizeit-Trend 7: Erlebnisreiche Anregung.- Freizeit-Trend 8: Freiwilliges Engagement.- Freizeitorientierte Lebensziele: Bedarfsfelder der Zukunft.- Zum Beispiel „Aerobic“: Zwischen Freizeitkultur und ästhetischem Feminismus.- DasLebensgefühl.- Die Leitidee.- Die Leitfigur.- 3. Was noch zu tun bleibt… Freizeit als innovativer Beschäftigungsbereich.- Arbeitgeber Freizeit.- Neue Arbeitsfelder für Sozial-, Kultur- und Erziehungsberufe.- Lehrer als freiberufliche Pädagogen?.- Neue Ausbildungsanforderungen für alle pädagogischen Berufe.- III. Urlaub morgen.- 1. Reisen ohne anzukommen… Der Alltag holt jeden wieder ein.- Der Urlaub wirkt wie eine Einladung ins Paradies.- Der Urlaub verspricht ein natürliches Leben.- Im Urlaub will man dem Alltag davonlaufen.- Der Alltag reist immer mit.- Im Urlaub kommt man dem Lebensideal ein Stück näher.- Auf den schönen Schein der Prospektwelt möchte niemand verzichten.- Die Kluft zwischen Klischee und Wirklichkeit wird durchschaut.- Als Brücke zur Urlaubsreise erscheint das Geld.- Die Urlaubswelt soll dem Gast zu Füßen liegen.- Im Urlaub mit Sicherheit mehr Freiheit.- Urlaubsleben zwischen Kontaktflut und Beziehungsarmut.- Der Urlaub muß schön sein, der Alltag ist hart genug.- Jeder Urlaub hat sein Tief.- Urlaubsmüll machen sie alle.- Urlaub ist reisen ohne anzukommen.- 2. Wohin die Reise geht… Unterwegs zur Zukunft des Tourismus.- Der Streß-Urlaub oder: Hektik als Lebenselixier.- Der Erlebnis-Urlaub oder: Die Tortur-Tour.- Der Öko-Urlaub oder: Der grüne Plan.- Der Ritual-Urlaub oder: Ein fabel-haftes Paradoxon.- Der Alternativ-Urlaub oder: Die letzte Tunix-Nische.- Der Open-Air-Urlaub oder: Der Demonstrationstourismus.- Der Kre-Aktiv-Urlaub oder: Wenn Ton den Ton angibt.- Der Ur-Urlaub oder: Stechuhr und weiße Einsamkeit.- Der OPEC-Urlaub oder: Protest-Urlaub zu Hause.- Der Psycho-Urlaub oder: Der Ego-Trip.- Der Tele-Urlaub oder: Ein Ersatz für Reisen.- Die sanfte Tour oder: „Retour à la nature“.- 3. Reisen ist nicht mehr die erste Urlaubspflicht… Vom Orts- zum Rollenwechsel.- In Grenzen grenzenlos.- Herausforderung für die Kommunalpolitik.- Bequem erreichbare Naherholungsgebiete.- Seelenbaden ist wichtiger als Sonnenbaden.- Eine andere Erlebnisqualität.- IV. Umdenken heute und morgen: Beispiele für Lösungsansätze.- 1. Beispiel I: Die Arbeit Freizeitgratifikation gegen Lohnerhöhung.- Wege zur Attraktivierung der Arbeit.- Freizeitwert als Leistungsanreiz.- Berufsäquivalent: Freie Eigenarbeit.- Die zweiteKarriere.- 2. Beispiel II: Die Bildung Freiwilliges Lernen gegen Zwangslernen.- „Freizeit lernen“.- Versäumnisse der Schul- und Bildungspolitik.- Das Club-of-Rome-Konzept.- Neuorientierung der außerschulischen Bildungsarbeit.- 3. Beispiel III: Die Politik Information gegen Investition.- Die Legitimation.- Die Prioritäten.- Die Aufgaben einer integrierten Freizeitpolitik.- 4. Beispiel IV: Das Fernsehen Animation gegen Perfektion.- Leit- oder Leidmedium des Freizeitverhaltens?.- Indikator für geringe Freizeitkompetenz.- Schafft das Fernsehen ab?.- Die dritte Dimension.- Programmdirektor Publikum.- Orientierung an den Freizeit- und Lebensinteressen.- Moderatoren als Animatoren.- In der Freizeit für die Freizeit.- Freizeitdidaktik des Fernsehens.- 5. Beispiel V: Das Buch Freizeitoffensive gegen den Zerfall der Lesekultur.- Bücherlesen im Spannungsfeld der Freizeitentwicklung.- Das Buch als Freizeitmedium: Die Zukunftschance.- Eine neue Strategie.- 6. Beispiel VI: Die öffentlichen Bäder Freizeitprofilierung gegen Behördencharakter.- Eine besondere Art von Behörde 168.- Der Bademeister als lebender.- Vorwurf 169.- Abkehr von der Monokultur.- Die Freizeitprofilierung.- V. Ausblick: Unterwegs zu einer Kultur der Muße?.- 1. Die Sinnkrise der Erwerbsarbeit hat viele Gesichter.- 2. Paul Lafargue: Gesellschaftspolitischer Anwalt des Müßiggangs.- Arbeit als Würze der Muße.- Muße als sozialer Zündstoff.- 3. Thorstein Veblen: Sozialkritischer Philosoph der Muße.- Von der Geldkultur zur Mußekultur.- Das Wiederaufleben frühzeitlicher Mußetugenden.- Die Mußekultur als Motor für neue soziale Bewegungen.- Werte-Synthese als Problemlösung für die Zukunft.- 4. Lebensfreude als Lebenssinn.- Eine neue Freizeitpersönlichkeit.- Ein neuer Urlaubstyp.- 5. Plädoyer gegen eine Gesellschaft von Arbeitsprivilegierten und Freizeitproletariern.- Freie Zeit ist Bürgerrecht. Ein Zukunftsmodell zur Individualisierung und Flexibilisierung der Arbeitszeit (1974).

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