Flexibilität — Ein Konzept für die Studienreform?
Paperback Duits 1985 1985e druk 9783531031989Samenvatting
Zwischen der Hochschulausbildung und dern Arbeitsmarkt der Hoch schulabsolventen besteht ein quantitatives und qualitatives Ab stimmungsproblem. Schlagworte wie "Akademikerschwemme" im all gemeinen oder "Lehrerschwemme" im besonderen bzw. "Uberqualifi kation" oder "Akademisches Proletariat" stehen stellvertretend fUr vorstellungen, die die offentliche Diskussion kennzeichnen. Dahinter verbirgt sich eine Kontroverse urn die grundsatzlichen Ziele, die Moglichkeiten und die Grenzen der offnung der Hoch schulen. FrUhe Konzepte der Bildungsplanung gingen von der Idee aus, man konne den Bedarf an akademischer Ausbildung aus dem wachstums bedingten Strukturwandel der Wirtschaft und Gesellschaft ablei ten. Nachdem deutlich wurde, daB die Beziehungen zwischen Aus bildung und Beruf, Studium und Tatigkeitsfeld weniger eindeutig sind, trat an die Stelle des Berufsbildbegriffs der des Tatig keitsfelds und wurde eine insgesamt flexiblere Zuordnung von Studiurn und beruflicher Tatigkeit faktisch unterstellt bzw. nor mativ fUr richtig gehalten. Die Forderung des Hochschulrahmen gesetzes von 1976, "Lehre und Studiurn sol len den Studenten auf ein berufliches Tatigkeitsfeld vorbereiten ••. " (§ 7 HRG, Ziele des Studiurns), tragt dieser Vorstellung Rechnung.
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