Diskursive Unruhe
Max Bense in der Nachkriegsära (1945–1956)
Paperback Duits 2024 9783662690154Samenvatting
Max Bense (1910–1990) suchte in der Nachkriegsära entschieden die Öffentlichkeit. Er war Diskursträger und eine Persönlichkeit, die polarisierte. Dennoch geriet er in eine offensichtlich merkwürdige Vergessenheit, die seinem Werk, seiner Persönlichkeit und der geschichtlichen Entwicklung nicht gerecht wird. Dieses Buch befasst sich eingehend mit dem im Deutschen Literaturarchiv Marbach liegenden Nachlass Max Benses und fokussiert insbesondere auf den Briefeschreiber und -empfänger in der Nachkriegsära (1945–1956). Dabei wird sichtbar, was in dieser Zeit kulturpolitisch als auch geistesgeschichtlich verhandelt wurde und was für deutsche Gelehrte, Intellektuelle und Schriftsteller auf dem Spiel stand. Bense agierte in Diskursen der Philosophie, Literatur, Kunst und Politik, wobei er gegen erhärtete Machtstrukturen vorging und seine Umwelt beunruhigte. Er verfasste eine Vielzahl kritischer Beiträge für Zeitungen, Zeitschriften und Sammelbände, die symptomatisch für die Nachkriegszeit waren. Sie transportieren dabei oftmals politische Dimensionen, durch die Stimmungen der frühen Nachkriegsjahre und der Adenauerzeit sichtbar werden.
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