Politik und Tod
Von der Endlichkeit und vom politischen Handeln
Paperback Duits 2001 2001e druk 9783810030245Samenvatting
Die Rede - um nicht zu sagen: das Gerede - von der "Verdrängung des Todes" ist ein derart aufdringliches Stereotyp geworden, dass es Zeit wird, es gleich doppelt zu hinterfragen. Zum einen gilt es, dagegen zu halten, dass die Erfahrung der eigenen Endlichkeit und die Auseinandersetzung mit ihr für den Menschen zu allen Zeiten so elementar ist, dass es ein Wunder wäre, wenn es nicht auch heute eine Art unsichtbare, aber dem aufmerksamen Zeitgenossen durchaus wahrnehmbare, vielfältige Auseinandersetzung mit dem Tod gäbe.
Zum anderen: nicht nur wird auch in unserer Zeit der Tod nicht verdrängt, sondern allenfalls auf andere Art und Weise "verarbeitet"; vielmehr besteht Grund zu der Annahme, dass die Art und Weise der Auseinandersetzung der Bürger und Repräsentanten einer Gesellschaft mit ihrer Endlichkeit eine nicht unwichtige Determinante der Gestaltung der Ordnung der jeweiligen Gesellschaft ist. Diesen vermuteten Zusammenhängen nachzugehen ist Aufgabe einer zu begründeten Politischen Thantologie.
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